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Anästhesie

Von den 9 ärztlichen Mitarbeitern unsere Abteilung werden pro Jahr etwa 4500 Patienten währende einer Operation betreut. Der überwiegende Teil der Operationen wird in Vollnarkose durchgeführt. Bei ca. 15 % der betreuten  Patienten werden die Eingriffe jedoch nur unter Schmerzausschaltung bestimmter Körperregionen (Regionalanästhesie) durchgeführt. Dieses geschieht teilweise auch in Kombination mit einer Vollnarkose.

 

 

Unser Ziel ist es, jedem Patienten während einer Operation die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten und dieses mit dem bestmöglichen Komfort zu verbinden. Angst und Unannehmlichkeiten und andere Empfindungen, die Sie als Patient/in belasten können, versuchen wir durch Gespräche, Ablenkung, Lagerungsmaßnahmen  und erforderlichenfalls auch mit Medikamenten abzubauen.


Hierzu betreuen wir sie rund um die Operation herum (perioperativ):

·    vor der Operation:                  Narkosevorbereitungsgespräch (Prämedikationsvisite),

·    während der Operation:         Narkose,

·    nach der Operation:               Betreuung im Aufwachraum, Intensivstation,                  Schmerzbehandlung             

1. Die Narkoseverfahren

Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen einer Vollnarkose (Allgemeinanästhesie), einer Betäubung nur von Teilen des Körpers (Regionalanästhesie oder auch Teilnarkose) und einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie).

 

 

Überwachung

Jeder Patient wird während der Narkose von einem Narkosearzt und einer Anästhesiepflegekraft betreut.

Dabei werden alle wichtigen Körperfunktionen überwacht und gemessen: die sogenannten Vitalparameter. Dazu zählen der Blutdruck, die Herzfrequenz, der Sauerstoffgehalt im Blut (Sauerstoffsättigung), und die  Atmung. Je nach Dauer und Ausmaß der Operation können noch zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durchgeführt werden.

 

 

 

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

Bei einer  Vollnarkose befindet sich der Patient während der Operation in einem Tiefschlaf, indem jegliche Schmerzempfindung und Wahrnehmung ausgeschaltet ist.

Die Narkoseeinleitung erfolgt durch die Injektion von verschiedenen Medikamenten in die Blutbahn (intravenös). Die Aufrechterhaltung der Narkose erfolgt durch die kontinuierliche intravenöse Verabreichung von Schlaf- und Schmerzmitteln. In einigen Fällen auch in Kombination mit Narkosegasen.

 


Beide Techniken machen in der Regel eine künstliche Beatmung während der Narkose erforderlich, da die Narkosemittel den Atemantrieb unterdrücken und oft zusätzlich  Muskelrelaxantien (muskelentspannende Mittel) verabreicht werden, welche eine ausreichende Eigenatmung ausschließen.


Die Beatmung wird, je nach operativem Eingriff, über eine Gesichtsmaske, eine im Rachen platzierte Kehlkopfmaske oder einen in der Luftröhre platzierten Schlauch, dem Tubus, vorgenommen. Alle diese Beatmungsinstrumente werden erst angewendet, nachdem Sie in Narkose sind. Diese werden erst  nach Beendigung der Operation  entfernt,  wenn Sie wieder  sicher alleine atmen können, aber noch bevor Sie wieder vollständig wach sind.

 

 

 

Regionalanästhesie

Knapp  1 000 Patienten jährlich werden von unserer Abteilung mit einer Regionalanästhesie versorgt. Bei der Regionalanästhesie werden nur die von der Operation betroffenen Körperteile (Arme, Beine, untere Körperhälfte) durch die Injektion von örtlich wirksamen Medikamenten, den sog. Lokalanästhetika, „ausgeschaltet“. Operationen können an den betäubten Körperteilen dann schmerzfrei durchgeführt werden. Für die Dauer der Wirkung der Lokalanästhetika besteht nicht nur eine Schmerzfreiheit im operiertem Gebiet, sondern leider auch eine ausgeprägte Schwäche der betroffenen Extremität. Diese verschwindet aber nach einigen Stunden wieder.

Der Patient ist während der Operation wach, kann aber auch auf Wunsch ein Mittel für einen sanften Schlaf bekommen. Je nach Länge und Ausmaß des Eingriffs werden diese Verfahren auch mit einer Vollnarkose kombiniert.

 

 

Regionalanästhesie der oberen Extremität:

Je nach Lokalisation der Operation im Bereich der oberen Extremität (Schulter, Ellenbogen, Unterarm, Finger) können durch das Aufsuchen bestimmter Nervenbündel (sog. Plexus) im Bereich des seitlichen Halses, oberhalb des Schlüsselbeines oder in der Achselhöhle bestimmte Teile des Armes schmerzfrei gemacht werden.

 

 

Regionalanästhesie der unteren Extremität:

Je nach Lokalisation der Operation im Bereich der unteren Extremität (Hüfte, Knie, Unterschenkel, Fuß) können durch das Aufsuchen bestimmter Nerven im Bereich des Ober- und Unterschenkels  bestimmte Teile des Beines schmerzfrei gemacht werden.

 

Für die Regionalanästhesie der oberen und unteren Extremität gilt folgendes:

Ist nach größeren Operationen damit zu rechnen, dass noch weiterhin starke Schmerzen bestehen, so wird an die Nerven heran noch ein dünner Schlauch, ein sog. Katheter, gelegt, über den in den nächsten 2 bis 3 Tagen noch ein Schmerzmittel mittels einer Pumpe verabreicht werden kann.

 

 

 

 

Spinalanästhesie

Sie ermöglicht schmerzfreie Eingriffe unterhalb des Bauchnabels. Der Unterbauch, der Beckenbereich und die Beine werden durch die Betäubung der vom Operationsgebiet zum Rückenmark führenden Nerven gefühllos.

Die Spinalanästhesie wird in der Regel in der sitzenden Position des Patienten durchgeführt. Dabei wird nach Desinfektion und örtlicher Betäubung der Haut eine sehr feine Nadel im Bereich der Lendenwirbelsäule in den mit Nervenflüssigkeit (Liqour) gefüllten Wirbelkanal eingeführt. Dann wird ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) dort hinein eingespritzt (weit unterhalb des Rückenmarkes!!!!). Innerhalb weniger Minuten ist die untere Körperhälfte gefühllos und es kann operiert werden.

 

 

Periduralanästhesie

Sie ermöglicht schmerzfreie Eingriffe unterhalb des Bauchnabels. Der Bauch, der Beckenbereich und die Beine werden durch die Betäubung der vom Operationsgebiet zum Rückenmark führenden Nerven gefühllos. Häufig wird dieses Verfahren zusätzlich zur Vollnarkose bei großen Bauch- oder Hüftoperationen, sowie als alleiniges Verfahren für eine  schmerzarme Geburt eingesetzt.

Hierbei wird ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) über einen dünnen Schlauch (Katheter) in das den Wirbelkanal auskleidende  Bindegewebe gespritzt. Hier werden die vom Rückenmark austretenden Nerven von dem Lokalanästhetikum umspült und ausgeschaltet.

 

Der Unterschied zur  Spinalanästhesie besteht darin, dass durch den angelegten Katheter auch nach der Operation noch über die nächsten Tage ein Lokalanästhetikum kontinuierlich verabreicht werden kann und ihnen so die Schmerzen genommen werden.

Die Periduralanästhesie wird auf Grund der damit versorgten Operationen häufig mit einer Vollnarkose kombiniert.

 

 

 

Lokalanästhesie
Die örtlichen Betäubungen für kleine Eingriffe werden in der Regel von den operierenden Chirurgen selbst durchgeführt. Sollten Sie dennoch einen leichten Schlaf dafür benötigen, so sprechen Sie den Operateur im Vorfeld darauf an, so dass wir gegebenenfalls das Vorgehen vorab besprechen können.

 

 

2. Die Narkosevorbereitung

Vor einer Anästhesie werden alle Patienten von einem Arzt unserer Abteilung befragt und untersucht. In diesem Gespräch wird in Abhängigkeit vom geplanten Eingriff und Ihrer persönlichen Konstitution und den Vorerkrankungen gemeinsam mit Ihnen das geplante Narkoseverfahren festgelegt. Falls mehrer Verfahren in Frage kommen, werden Sie an der Auswahlentscheidung selbstverständlich beteiligt.

Während des Vorbereitungsgesprächs müssen wir Sie auch über die möglichen Risiken der Anästhesie aufklären. Wir wissen, dass dies zusätzlich Angst erzeugen kann und nehmen diese Angst auch ernst. Wir können Ihnen diese Aufklärung aber nicht ersparen, weil wir hierzu juristisch verpflichtet sind.. Sie haben grundsätzlich aber auch das Recht, auf eine detaillierte Aufklärung zu verzicheten. Sie müssen allerdings dennoch in das gewählte Narkoseverfahren rechtswirksam einwilligen. Deshalb auch die große Zahl von Unterschriften, die Sie vor einer Operation zu leisten haben.

Vor allem aber respektieren wir Ihre freie Willensentscheidung über alles, was mit Ihrem Körper geschieht.

 

 

Verhaltensregeln vor einer Anästhesie:

 

Als Patient können Sie eine Menge dazu beitragen, die Risiken eines Narkoseverfahrens deutlich  zu reduzieren!

 

Wir bitten Sie deshalb, unabhängig vom Narkoseverfahren, folgende Regeln zu beachten:

 

  • Bitte lesen Sie sich den Anästhesieaufklärungsbogen vor dem Gespräch in Ruhe durch  füllen Sie die Fragen sorgfältig aus.
  • Bitte bringen Sie notwendige medizinische Befunde mit. Dazu zählen alte Arztbriefe und Untersuchungsbefunde, eine Liste der von Ihnen aktuell eingenommenen Medikamente, .und ggf. den  Allergiepaß.
  • Ab 22:00 Uhr der Vortages vor einer Operation bitte keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Auch am OP-Tag vor der Operation keine Kaugummis kauen oder Bonbons lutschen.
  • Wenn vom aufklärenden Narkosearzt nicht anderes erwähnt, dürfen Sie am OP-Tag das letzte Mal um 06:00 Uhr trinken. Erlaubt sind 1 bis 2 Tassen klare Flüssigkeiten, wie kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Wasser, Tee und  Kaffee ohne Milch und Zucker.
  • Am Morgen des OP-Tages nicht Rauchen!
  • Bitte nehmen Sie morgens am OP-Tag, wie mit dem aufklärenden Narkosearzt besprochen, die eigenen notwendigen Medikamente ein.
  • Nach einer Narkose dürfen Sie auf Grund der während der Narkose verabreichten Medikamente für 24 Stunden kein Auto fahren oder große und oder gefährliche Maschinen bedienen (kein Versicherungsschutz durch Ihre Versicherungen bei Missachtung).
  • Stellen Sie sicher, dass Sie nach einer ambulanten OP bis zum nächsten Morgen durch einen Angehörigen oder Bekannten  betreut werden. Diese sollten jederzeit bereit sein, Sie auf Anruf abzuholen.

 

 

 

3. Nach der Anästhesie (= postoperative Phase)

 

Ist die Operation beendet, wird auch kurze Zeit später die Narkose noch im OP beendet. Sie werden bei einer Vollnarkose zunächst noch ein wenig schläfrig sein. Deshalb werden  Sie noch ca. eine weitere Stunde von uns im Aufwachraum überwacht. Eine unserer Schwestern und Pfleger ist immer vor Ort und bei Bedarf ist auch immer ein Arzt abrufbar.

Dadurch können wir auch eventuelle Unannehmlichkeiten, wie Schmerzen oder  Übelkeit wirkungsvoll behandeln, bevor Sie auf die Station verlegt werden.

 

Handelt es sich bei den durchgeführten Eingriffen um größere Operationen oder ist Ihre Gesundheit durch eine Reihe von Begleiterkrankungen zusätzlich angegriffen, so kann es auch sein, dass wir Sie zur weiteren Therapie und Beobachtung vorerst auf die Intensivstation übernehmen. Wenn sich Ihr Zustand nach einem oder mehreren Tagen stabilisiert hat, werden Sie auf die Normalstation verlegt.

 

 

4. Postoperative Schmerztherapie

 

Eines unserer wichtigsten Anliegen für die Zeit nach einer Operation ist die Behandlung des Schmerzes auf den Stationen. Je nach Ausmaß  und Lokalisation der Operation stehen uns dafür verschiedene Methoden zur Verfügung. Die Stationsärzte und das Pflegepersonal bekommen von uns Empfehlungen zur Schmerztherapie mit auf den Weg.

Bei Schmerzen nach kleineren Eingriffen genügt oft schon die regelmäßige Einnahme von „Schmerztropfen“ oder „Schmerztabletten“.

Sollte bei Ihnen ein Eingriff in einem Regionalanästhesieverfahren durch geführt worden sein und ein Katheter wurde mit angelegt, so wird dieser an eine große Spritze in einer Pumpe angeschlossen und es wird dann kontinuierlich ein Schmerzmedikament (Lokalanästhetikum) über die nächsten 2 bis 3 Tage verabreicht.

Gleiches gilt auch für den sog. Periduralkatheter. Auch über diesen dünnen Schlauch werden nach der Operation für 2 bis 3 Tage Schmerzmittel verabreicht.  

 

 

Außerdem bieten  wir die Technik der Patienten-Controllierten-Analgesie, kurz PCA, an. Am Bett des Patienten befindet sich in diesem Fall eine Pumpe mit einem Schmerzmittel, von dem sich der Patient eine kleine Portion anfordern kann, wenn der Schmerz anfängt unangenehm zu werden. Die Größe dieser Portion und die Sicherheitsabstände zwischen den einzelnen Portionen werden vom Anästhesisten noch im Aufwachraum auf der Grundlage des bisherigen Schmerzmittelbedarfs einprogrammiert.

 

 

Sowohl die „Schmerzkatheter“ als auch die PCA-Pumpe werden ein- bis zweimal am Tag von einem Anästhesisten kontrolliert und die  notwendige Menge Schmerzmittel der aktuellen Schmerzstärke angepasst.

 

 

 

 

5. Ambulante Operationen und Narkosen

 

Auch in unserem Krankenhaus werden zahlreiche Operationen als ambulante Eingriffe vorgenommen. Unsere Abteilung führt in diesem Falle die Anästhesien durch. Diese Operationen werden überwiegend in Vollnarkose durchgeführt. Je nach Lokalisation der Operation  führen wir aber auch Regionalanästhesie durch.

 

Das Aufklärungsgespräch und die Voruntersuchungen für die Narkose, sowie das Gespräch mit den Kollegen der operativen Abteilungen werden möglichst am gleichen Termin geführt, so dass Sie nur einmal vor der Operation zu uns ins Krankenhaus kommen müssen.

 

Vor und nach der Operation werden Sie von den Schwestern und Ärzten unsere Abteilung im ambulanten OP-Zentrum (kurz AOZ) betreut (2.OG).

Hier werden Sie auf die Operation vorbereitet. Nachdem die Narkose und der Eingriff durchgeführt worden sind, kommen Sie in das AOZ zurück.

Nach einer Erholungsphase und der Einnahme einer kleinen Mahlzeit kann die Entlassung bei komplikationslosem Verlauf alsbald erfolgen. Vorher werden Sie noch einmal von einem Anästhesisten und einem Kollegen der operativen Abteilung angeschaut.

Bei Bedarf händigen wir Ihnen auch ausreichend Schmerzmittel für die nächsten 24 Stunden aus.

 

Folgende Hinweise für einen zügigen Ablauf und eine sichere Anästhesie (unabhängig vom vereinbarten Narkoseverfahren) sollten Sie unbedingt beachten. Bei Nichteinhaltung können wir bei Ihnen keine Narkose durchführen!!!!

 

  • Erfragen Sie bitte am Vortag der OP zwischen 14:30 und 15:00 Uhr die Uhrzeit Ihrer OP (Tel: 04541/884 5766). Findet die OP an einem Montag statt, rufen Sie bitte am vorherigen Freitag an.
  • Ab 22:00 Uhr der Vortages vor einer Operation bitte keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Auch am OP-Tag vor der Operation keine Kaugummis kauen oder Bonbons lutschen.
  • Wenn vom aufklärenden Narkosearzt nicht anderes erwähnt, dürfen Sie am OP-Tag das letzte Mal um 06:00 Uhr trinken. Erlaubt sind 1 bis 2 Tassen klare Flüssigkeiten, wie kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Wasser, Tee und  Kaffee ohne Milch und Zucker.
  • Am Morgen des OP-Tages nicht Rauchen!
  • Bitte nehmen Sie morgens am OP-Tag, wie mit dem aufklärenden Narkosearzt besprochen, die eigenen notwendigen Medikamente ein.
  • Nach einer Narkose dürfen Sie auf Grund der während der Narkose verabreichten Medikamente für 24 Stunden kein Auto fahren oder große und/oder gefährliche Maschinen bedienen (kein Versicherungsschutz durch Ihre Versicherungen bei Missachtung).
  • Auch dürfen Sie die Heimreise in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht alleine antreten.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie nach einer ambulanten OP bis zum nächsten Morgen durch einen Angehörigen oder Bekannten  betreut werden. Diese sollten jederzeit bereit sein, Sie auf Anruf abzuholen.
  • Tragen Sie bitte bequeme Kleidung. Lassen Sie alle wertvollen Gegenstände (Schmuck, Uhren, etc) zu Hause.

 

 

 

6. Schmerzarme Geburt und Kaiserschnittentbindung

 

 

Schmerzarme Geburt

Die Geburt eines Kindes ist für die Mutter und alle Beteiligten ein wundervolles Erlebnis. Für die Gebärende kann es aber auch bei einer sehr langen Geburtsphase und den damit verbundenen Schmerzen sehr belastend sein.

Unsere Abteilung bietet in Zusammenarbeit mit den Hebammen und den Gynäkologen die Möglichkeit den Geburtsschmerz mittels der Periduralanästhesie zu lindern. Für diese Maßnahme stehen die Ärzte der Anästhesieabteilung  täglich rund um die Uhr zur Verfügung.

Nachdem die Geburtshelfer die Indikation zur Periduralanästhesie gestellt haben, erklärt Ihnen der Anästhesist die Details des Verfahrens, legt den Periduralkatheter noch im Kreissaal und spritzt eine erste Dosis eines Lokalanästhetikums. Die Wirkung setzt in der Regel nach etwa einer Viertelstunde ein. Die Dauer und Stärke der Wirkung der Periduralanästhesie kann durch wiederholte Gaben eines Lokalanästhetikums gesteuert werden.

Falls dann eine Entbindung auf natürlichem Wege doch nicht möglich sein sollte, kann der Periduralkatheter ebenfalls für die Durchführung eines Kaiserschnittes genutzt werden, ohne dass eine Vollnarkose notwendig wird. 

 

 

Kaiserschnittenbindung

Ist eine Geburt auf natürlichem Wege nicht möglich, so muss in der Regel ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) erfolgen.

Hierfür ist als Anästhesiemethode in der Regel die Teilnarkose der unteren Körperhälfte (Spinalanästhesie) zu empfehlen, weil sie für Mutter und Kind die sicherere Methode ist. Bei der Mutter wird das Risiko einer Aspiration (Einatmen von Erbrochenem bei der Vollnarkoseeinleitung) gegenüber der Vollnarkose fast auf null reduziert und beim Kind wird das Übertreten von Narkosemitteln über den Mutterkuchen und die Nabelschnur komplett verhindert. Ein weiterer Vorteil ist auch noch, dass die Mutter das Kind direkt nach der Geburt sehen kann und eine Begleitperson ( z.B. der Vater des Kindes ) dabei sein kann.

 

Nur in einer Notfallsituation, bei der die Geburt des Kindes ohne Zeitverzögerung erfolgen muss, ist  die Vollnarkose die Methode der Wahl.

 

3. Nach der Anästhesie (postoperative Phase)

Ist die Operation beendet, wird auch kurze Zeit später die Narkose noch im OP beendet. Sie werden bei einer Vollnarkose zunächst noch ein wenig schläfrig sein. Deshalb werden  Sie noch ca. eine weitere Stunde von uns im Aufwachraum überwacht. Eine unserer Schwestern und Pfleger ist immer vor Ort und bei Bedarf ist auch immer ein Arzt abrufbar.

Dadurch können wir auch eventuelle Unannehmlichkeiten, wie Schmerzen oder  Übelkeit wirkungsvoll behandeln, bevor Sie auf die Station verlegt werden.

 

Handelt es sich bei den durchgeführten Eingriffen um größere Operationen oder ist Ihre Gesundheit durch eine Reihe von Begleiterkrankungen zusätzlich angegriffen, so kann es auch sein, dass wir Sie zur weiteren Therapie und Beobachtung vorerst auf die Intensivstation übernehmen. Wenn sich Ihr Zustand nach einem oder mehreren Tagen stabilisiert hat, werden Sie auf die Normalstation verlegt.

4. Postoperative Schmerztherapie

Eines unserer wichtigsten Anliegen für die Zeit nach einer Operation ist die Behandlung des Schmerzes auf den Stationen. Je nach Ausmaß  und Lokalisation der Operation stehen uns dafür verschiedene Methoden zur Verfügung. Die Stationsärzte und das Pflegepersonal bekommen von uns Empfehlungen zur Schmerztherapie mit auf den Weg.

Bei Schmerzen nach kleineren Eingriffen genügt oft schon die regelmäßige Einnahme von „Schmerztropfen“ oder „Schmerztabletten“.

Sollte bei Ihnen ein Eingriff in einem Regionalanästhesieverfahren durch geführt worden sein und ein Katheter wurde mit angelegt, so wird dieser an eine große Spritze in einer Pumpe angeschlossen und es wird dann kontinuierlich ein Schmerzmedikament (Lokalanästhetikum) über die nächsten 2 bis 3 Tage verabreicht.

Gleiches gilt auch für den sog. Periduralkatheter. Auch über diesen dünnen Schlauch werden nach der Operation für 2 bis 3 Tage Schmerzmittel verabreicht.  

 

 

Außerdem bieten  wir die Technik der Patienten-Controllierten-Analgesie, kurz PCA, an. Am Bett des Patienten befindet sich in diesem Fall eine Pumpe mit einem Schmerzmittel, von dem sich der Patient eine kleine Portion anfordern kann, wenn der Schmerz anfängt unangenehm zu werden. Die Größe dieser Portion und die Sicherheitsabstände zwischen den einzelnen Portionen werden vom Anästhesisten noch im Aufwachraum auf der Grundlage des bisherigen Schmerzmittelbedarfs einprogrammiert.

 

 

Sowohl die „Schmerzkatheter“ als auch die PCA-Pumpe werden ein- bis zweimal am Tag von einem Anästhesisten kontrolliert und die  notwendige Menge Schmerzmittel der aktuellen Schmerzstärke angepasst.

 

5. Ambulante Operationen und Narkosen

Auch in unserem Krankenhaus werden zahlreiche Operationen als ambulante Eingriffe vorgenommen. Unsere Abteilung führt in diesem Falle die Anästhesien durch. Diese Operationen werden überwiegend in Vollnarkose durchgeführt. Je nach Lokalisation der Operation  führen wir aber auch Regionalanästhesie durch.

 

Das Aufklärungsgespräch und die Voruntersuchungen für die Narkose, sowie das Gespräch mit den Kollegen der operativen Abteilungen werden möglichst am gleichen Termin geführt, so dass Sie nur einmal vor der Operation zu uns ins Krankenhaus kommen müssen.

 

Vor und nach der Operation werden Sie von den Schwestern und Ärzten unsere Abteilung im ambulanten OP-Zentrum (kurz AOZ) betreut (2.OG).

Hier werden Sie auf die Operation vorbereitet. Nachdem die Narkose und der Eingriff durchgeführt worden sind, kommen Sie in das AOZ zurück.

Nach einer Erholungsphase und der Einnahme einer kleinen Mahlzeit kann die Entlassung bei komplikationslosem Verlauf alsbald erfolgen. Vorher werden Sie noch einmal von einem Anästhesisten und einem Kollegen der operativen Abteilung angeschaut.

Bei Bedarf händigen wir Ihnen auch ausreichend Schmerzmittel für die nächsten 24 Stunden aus.

 

Folgende Hinweise für einen zügigen Ablauf und eine sichere Anästhesie (unabhängig vom vereinbarten Narkoseverfahren) sollten Sie unbedingt beachten. Bei Nichteinhaltung können wir bei Ihnen keine Narkose durchführen!!!!

 

  • Erfragen Sie bitte am Vortag der OP zwischen 14:30 und 15:00 Uhr die Uhrzeit Ihrer OP (Tel: 04541/884 5766). Findet die OP an einem Montag statt, rufen Sie bitte am vorherigen Freitag an.
  • Ab 22:00 Uhr der Vortages vor einer Operation bitte keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Auch am OP-Tag vor der Operation keine Kaugummis kauen oder Bonbons lutschen.
  • Wenn vom aufklärenden Narkosearzt nicht anderes erwähnt, dürfen Sie am OP-Tag das letzte Mal um 06:00 Uhr trinken. Erlaubt sind 1 bis 2 Tassen klare Flüssigkeiten, wie kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Wasser, Tee und  Kaffee ohne Milch und Zucker.
  • Am Morgen des OP-Tages nicht Rauchen!
  • Bitte nehmen Sie morgens am OP-Tag, wie mit dem aufklärenden Narkosearzt besprochen, die eigenen notwendigen Medikamente ein.
  • Nach einer Narkose dürfen Sie auf Grund der während der Narkose verabreichten Medikamente für 24 Stunden kein Auto fahren oder große und/oder gefährliche Maschinen bedienen (kein Versicherungsschutz durch Ihre Versicherungen bei Missachtung).
  • Auch dürfen Sie die Heimreise in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht alleine antreten.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie nach einer ambulanten OP bis zum nächsten Morgen durch einen Angehörigen oder Bekannten  betreut werden. Diese sollten jederzeit bereit sein, Sie auf Anruf abzuholen.
  • Tragen Sie bitte bequeme Kleidung. Lassen Sie alle wertvollen Gegenstände (Schmuck, Uhren, etc) zu Hause.

6. Schmerzarme Geburt und Kaiserschnitt

Schmerzarme Geburt

Die Geburt eines Kindes ist für die Mutter und alle Beteiligten ein wundervolles Erlebnis. Für die Gebärende kann es aber auch bei einer sehr langen Geburtsphase und den damit verbundenen Schmerzen sehr belastend sein.

Unsere Abteilung bietet in Zusammenarbeit mit den Hebammen und den Gynäkologen die Möglichkeit den Geburtsschmerz mittels der Periduralanästhesie zu lindern. Für diese Maßnahme stehen die Ärzte der Anästhesieabteilung  täglich rund um die Uhr zur Verfügung.

Nachdem die Geburtshelfer die Indikation zur Periduralanästhesie gestellt haben, erklärt Ihnen der Anästhesist die Details des Verfahrens, legt den Periduralkatheter noch im Kreissaal und spritzt eine erste Dosis eines Lokalanästhetikums. Die Wirkung setzt in der Regel nach etwa einer Viertelstunde ein. Die Dauer und Stärke der Wirkung der Periduralanästhesie kann durch wiederholte Gaben eines Lokalanästhetikums gesteuert werden.

Falls dann eine Entbindung auf natürlichem Wege doch nicht möglich sein sollte, kann der Periduralkatheter ebenfalls für die Durchführung eines Kaiserschnittes genutzt werden, ohne dass eine Vollnarkose notwendig wird. 

 

 

Kaiserschnittenbindung

Ist eine Geburt auf natürlichem Wege nicht möglich, so muss in der Regel ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) erfolgen.

Hierfür ist als Anästhesiemethode in der Regel die Teilnarkose der unteren Körperhälfte (Spinalanästhesie) zu empfehlen, weil sie für Mutter und Kind die sicherere Methode ist. Bei der Mutter wird das Risiko einer Aspiration (Einatmen von Erbrochenem bei der Vollnarkoseeinleitung) gegenüber der Vollnarkose fast auf null reduziert und beim Kind wird das Übertreten von Narkosemitteln über den Mutterkuchen und die Nabelschnur komplett verhindert. Ein weiterer Vorteil ist auch noch, dass die Mutter das Kind direkt nach der Geburt sehen kann und eine Begleitperson ( z.B. der Vater des Kindes ) dabei sein kann.

 

Nur in einer Notfallsituation, bei der die Geburt des Kindes ohne Zeitverzögerung erfolgen muss, ist  die Vollnarkose die Methode der Wahl.

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